Impressionen Kastl in Oberbayern

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Kastler Heimatbuch

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Schon 39 Jahre Verwaltungsgemeinschaft Unterneukirchen

Zwei Gemeinden und eine Gemeinschaft -(von links): Franz-Xaver Kammhuber, Georg Heindl, Seban Dönhuber, Horst Krebes, Peter Kirner und Sebastian Haider.
Zwei Gemeinden und eine Gemeinschaft
(von links): Franz-Xaver Kammhuber, Georg Heindl, Seban Dönhuber, Horst Krebes, Peter Kirner und Sebastian Haider.

Die Zwangsehe der beiden Gemeinden Unterneukirchen und Kastl besteht jetzt schon seit 39 Jahren.

Aufgrund der Gebietsreform von 1978 entstand die Idee der Verwaltungsgemeinschaft, da es für kleinere Gemeinden wie Kastl eine war, gar nicht möglich gewesen wäre, selbständig zu bleiben. Die Verwaltung wurde zentralisiert - auch ein wirtschaftlicher Faktor -  und gleichzeitig blieb die Möglichkeit, Bürgermeister und Gemeinderäte zu haben, die sich um die Gegebenheiten vor Ort kümmerten.

Bei einer kleinen Feierstunde zum 25jährigen Bestehen am 9. Mai 2003 im Rathaussaal in Unterneukirchen erklärte der ehemalige Landrat Seban Dönhuber, dass die damalige Entscheidung heute als „richtiger Schritt zur richtigen Zeit“ und die Verwaltungsgemeinschaft für beide Gemeinden wohl das kleiner übel war. Georg Heindl, Vorsitzender der VGem, bezeichnete Dönhuber als den Geburtshelfer der zunächst von vielen, mit Skepsis bedachten Zwangsehe. Durch die VGem hätten die beiden Gemeinden Unterneukirchen und Kastl ihre Identität nicht verloren und jede Dorfgemeinschaft konnte sich unabhängig voneinander weiterentwickeln.

Auch Horst Krebes in Funktion des stellvertr. Landrates und Alt-Bürgermeister von Unterneukirchen Franz Kammhuber freuten sich, dass die Ehe der beiden Gemeinden so lange gehalten hat und „blüht und gedeiht“.

Die VGem hat sich in den Jahren zu einer sehr gut funktionierenden Zweckgemeinschaft entwickelt, die stets von Respekt und einem guten Miteinander geprägt war und ist. Auch die oftmals an Wirtshaustischen gehörten VGem-Auflösungsstimmen sind mittlerweile verstummt.

Der Kastler Bürgermeister könnte sich gar nicht vorstellen, in Kastl eine eigene Verwaltung aufzubauen, wo doch das System „Verwaltungsgemeinschaft“ prima funktioniere.

Beide Gemeinde wuchsen auch annähernd gleich, wie Peter Kirner, von Anfang an der Geschäftsleiter der VGem betonte. 

Kastl hatte damals 1527 Einwohner, Unterneukirchen 1968. Heute (2015) sind es ca. 3000 Kastler und ca. 3128 Unterneukirchener.